Goodyera repens R. BROWN (1813)

Kriechendes Netzblatt

Wuchshöhe 10- 25 cm.
Der Stängel wir nach oben hin zunehmend behaart. Die dunkelgrünen Laubblätter sind am Stengelgrund rosettenförmig angeordnet und mit gut erkennbaren netzartigen Nerven durchzogen. Die Blattrosette bilden sich im Herbst neu und überdauern den Winter.
Der Blütenstand ist einseitwendig oder schwach spiralig angeordnet und locker- bis dichtblütig.
Tragblätter sind oval- lanzettlich, schräg nach oben gerichtet und sind ungefähr so lang wie der Fruchtknoten.
Die Blüten sind weiß und sehr klein. Die Perigonblätter sind zu einem lockeren Helm zusammengeneigt, wobei die Sepalen außen stark behaart sind, die lanzettlichen Petalen jedoch kahl.
Die Blütenlippe ist ähnlich wie bei der Gattung Epipactis in ein schüsselförmiges Hypochil und ein zungenförmiges, spitz zulaufendes Epichil gegliedert.
Das schlanke und relativ unauffällige Netzblatt besiedelt schattige bis halbschattige Kiefer-, Kiefer- Eichenwälder, Fichten- und Tannenforste. Es bevorzugt kalkhaltige Böden, verträgt aber auch leicht saure Bedingungen.
Sie steigt vom Tiefland bis zu 1800 m auf.
Blütezeit ist von Mitte Juni bis Ende August.

05.07.2003 Garmisch- Partenkirchen
Hybriden:
Keine.
13.07.2003 Wolfratshausen
19.01.2003 Wolfratshausen, diesjähriger Trieb wächst direkt ais der Borke einer Kiefer.
19.01.2003 Wolfratshausen, Rosette im Winter