Ophrys apifera HUDSON (1762)


Bienenragwurz

Wuchshöhe15- 40 cm.
Die 2- 4 hell- bis dunkelgrünen Laubblätter sind am Grund rosettig angeordnet, die oberen stängelumfassend.
Die lanzettlichen, kräftigen Tragblätter sind länger als der Fruchtknoten, der Blütenstand ist mit ca. 3- 12 Blüten locker und langestreckt.
Die weiß- rosa- bis rotfarbenen Sepalen sind an den Spitzen oftmals etwas eingezogen, das mittlere meistens weit zurückgeschlagen. Die Petalen hingegen sind bei der normalen Variante relativ klein und behaart. Lediglich bei den Varietäten aurita, friburgensis und botteronii erreichen sie in etwa die Hälfte der Sepalenlänge, oder sogar mehr.
Der stark gewölbte, braune Mittellappen der dreilappigen Lippe ist besitzt ein weiß umrandetes Mal, welches wiederum das orangebraune Basalfeld einrahmt. Das gelblichgrüne Lippenanhängsel ist bei der Bienenragwurz stets zurückgeschlagen.
Die herabgeschlagenen Seitenlappen sind am Ansatz gehöckert und stark behaart.
Der Konnektivfortsatz der Säule ist schnabelförmig verlängert und s- förmig gebogen, was der, für die Bienenragwurz charakteristischen, Selbstbestäubung entgegenkommt.
Durch diesen Umstand ist diese Art in ihrer Nominatform über ihr gesamtes Verbreitungsgebiet kaum variabel und somit unverwechselbar.
Ihr Vorkommen erstreckt sich von Nordafrika und Vorderasien vor allem über Süd- bis Mitteleuropa, im Norden bis Irland und Belgien.
Sie ist meist an typischen, oft auch orchideenreichen Standorten zu finden wie Halbtrockenrasen, Magerwiesen und lichte Kiefernwälder.
Blütezeit ist von April in südlichen Regionen bis Juli im Norden. Bei uns in Mitteleuropa etwa 2 Wochen nach Ophrys holoserica.
Ihre Höhengrenze erreicht sie bei ca. 1200 m.

09.06.2003 Baden-Württemberg
09.06.2003 Baden-Württemberg - Habitus -
Hybriden:
mit Ophrys araneola, Ophrys holoserica und Ophrys sphegodes bekannt.
4 Varianten von Ophrys apifera
Mitte Juni 1999 Lkr. Starnberg