Pseudorchis albida (L.) A. & D. LÖVE (1969)

Höswurz, Weißzüngel

Wuchshöhe 10- 40 cm.
Der Stängel ist grün, relativ kräftig und kahl, die grünen, ungefleckten Laubblätter sind lanzettlich und schräg aufwärts gerichtet.

Der Blütenstand ist dicht, reichblütig und zylindrisch, die schräg aufwärts gerichteten Tragblätter (Brakteen) sind etwas länger als der Fruchtknoten, schmal lanzettlich und von gelblich grüner Farbe.
Die nickenden Blüten variieren in der Farbe von weißlich bis grünlich gelb und liegen eng am Stängel an.
Die Perigonblätter bilden einen Helm, die Lippe ist dreilappig, wobei die Länge des Mittellappens im Verhältnis zu den Seiten-
lappen variieren kann.

Der Sporn ist ca. halb so lang wie der Fruchtknoten, zylindrisch, stumpf endend und liegt am unteren Bereich des Fruchtknotens an.
In den Alpen ist die Höswurz noch relativ verbreitet und kommt dort auf kalkarmen Magerrasen, ungedüngten Wiesen und lockeren Zwergstrauchbeständen vor.
Außerhalb der Alpen ist diese Art sehr selten und stark gefährdet.
Blütezeit ist von Mitte Juni bis Ende Juli, in hohen Gebirgslagen bis Anfang August.

01.07.2002 Südtirol
Hybriden:
Mit Gymnadenia conopsea, Gymnadenia odoratissima, Nigritella rhellicani, Nigritella rubra und Dactylorhiza fuchsii.
01.07.2002 Südtirol
01.07.2002 Südtirol mit
Adsdita geryon
(Sonnenröschen-
Grünwidderchen) als potentiellen Bestäuber.
02.07.2002 Südtirol; zusammen mit Gymnadenia conopsea (rechts)