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Standort: Orchis
italica kommt in der Regel an vollsonnigen bis leicht beschatteten Stellen
meist in Gesellschaft vieler weiterer kalkliebender Orchideen- Arten
vor. Sie gedeiht an trockenen, steinigen bis etwas feuchten, wiesigen Plätzen
auf basenreichen Untergrund in nicht zu stark beweideter Phrygana, Magerrasen,
Weges- und Straßenränder, Gebüschsäumen, offen gelassenen
Olivenhainen und in lichten Kiefernwäldern. Verbreitung:
Sie ist eine typische Art des
Mittelmeerraumes und besitzt ein ausgedehntes Verbreitungsgebiet, was von der
libanesischen Mittelmeerküste über Zypern, die Südost- Türkei,
die griechischen Inseln und das griechische Festland nördlich bis Dalmatien
reicht. Westwärts über einen großen Teil Italiens und Sizilien
bis an die Atlantikküste der Iberischen Halbinsel und Nordwestafrikas. Bemerkenswerterweise
fehlt sie auf Sardinien und Korsika. 0
- 1300 m Blütezeit:
auf Kreta von
Ende März bis Ende April. Merkmale:
Habitus: Wuchshöhe 20 - 40 cm (-50) kräftig, mittelgroße
Pflanze mit grünem, im oberen Bereich meist etwas bräunlich überlaufenem
oder gepunktetem, dicken Stängel, am Grund mit 5 - 8 Blättern in eine
Rosette, welche elliptisch- lanzettlich geformt, in den meisten Fällen mehr
oder weniger deutlich gefleckt sind und am Rand meist auffällig gewellt (!)
sind. Etwas weiter oben befinden sich noch 1 - 2 weitere scheidige, den Stängel
umhüllende Blätter. Blütenstand: dicht- und reichblütig,
zu Beginn der Anthese kugelig im weiteren Verlauf etwas länger werdend. Meist
künden die rosafarbenen Blütenstände bereits von weitem von einem
artenreichen Biotop. Sepala: schmal- lanzettlich, spitz ausgezogen,
stehen zur Basis der Lippe im rechten Winkel gerade und beinah "steif"
wirkend ab, mit dunkelroten Adern längs durchzogen Petala: etwas
kleiner, zungenförmig und etwas bespitzt, sich einander zugeneigt über
die Säule gebogen und diese schützend. Lippe in
der Grundfarbe hellrosa bis hellviolett, in der Regel mit dunkler punktartiger
Zeichnung über den gesamten Lippenbereich (Ausnahmen bilden hier albinotische
bzw. purpur überlaufene Formen); in
der Form tief dreilappig mit 2 schmalen lang und spitz ausgezogenen, oft sichelförmig
gebogenen Seitenlappen und einem wiederum in 2 lange Zipfel geteilte Mittellappen,
zwischen welchen sich noch ein mehr oder weniger lang ausgezogenes "Zähnchen"
befindet. Alle spitzen Enden der Lippe sind unregelmäßig gebogen,
was dem Blütenstand das charakteristische zerzauste Aussehen verleiht.
Sporn: etwas abwärts gekrümmt, zylindrisch und etwa 4 - 8 mm
lang. | | | |