Anacamptis pyramidalis (L.) L.C.M. RICHARD (1817)

Pyramidenorchis

Wuchshöhe 20- 50 cm.
Der hellgrüne Stängel der zierlichen, hochwüchsigen Pflanze ist verhältnissmäßig dünn, die ungefleckten Laubblätter sind schmal lanzettlich, hellgrün, rinnig gefaltet und schräg aufwärts gerichtet. Die unteren sind rosettenartig angeordnet, die oberen stängelbegleitend und -umfassend.
Die lanzettlichen Tragblätter sind
violett überlaufen und ungefähr so lang bzw. wenig länger als der Fruchtknoten.
Der Blütenstand gibt dieser attraktiven Orchidee den Namen. Er ist zu Beginn der Anthese pyramidenförmig, dann lang-eiförmig werdend.
Die Blüten variieren von hellrosa bis kräftig karminrot, seltener kommen vor allem im südlichen Europa auch reinweisse Exemplare vor. Die seitlichen Sepalen sind spitz zulaufend, lanzettlich und abstehend, das mittlere bildet mit den Petalen einen Helm. Die Lippe besitzt auf der Basis zwei charakteristische, schräg zueinander stehende Längsleisten und ist tief dreilappig. Die Seitenllappen sind in etwa so lang wie der Mittellappen.
Der Sporn ist fadenförmig, nektarführend, ca. so lang wie der Fruchtknoten und abwärts gerichtet.
Die Pyramidenorchis erstreckt ihr Verbreitungsareal von Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa und ist vor allem in Südeuropa nicht allzu selten. In Deutschland hingegen fehlt sie über große Bereiche und kommt nur in klimatisch begünstigten, warmen Gebieten vor.
Sie gedeiht auf Magerrasen, Halbtrockenrasen, wechselfeuchten Flußauen aber auch an relativ trockenen Stellen und benötigt kalkhaltigen Untergrund.
Blütezeit ist von Ende März in den südlicheren bis Mitte Juli in den nördlicheren Regionen.

09.06. 03 Pforzheim
09.06. 03 Pforzheim
Hybriden:
mit Anacamptis fragrans, An. morio, An. sancta, Gymnadenia conopsea und Gymnadenia odoratissima bekannt.
20.06.01 Lechauen Bayern- sehr intensive und dunkle Blütenfärbung - eventuell aufgrund kühleren Standorts
09.06. 03 Pforzheim - Habitus -