Chamorchis alpina (L.) L. C. M. RICHARD (1817)

Alpen- Zwergorchis

Mit einer Höhengrenze von 2800 m ist dies die höchststeigende Orchidee Europas.
Sie besiedelt ausschliesslich die Hochgebirge und kommt erst oberhalb der Baumgrenze vor.
Meist steht sie zusammen mit der Silberwurz, die mit ihrem Fruchtstand oft als Zeigerpflanze fungiert.
Die Zwergorchis ist sehr selten, durch ihre extremen Standorte aktuell jedoch kaum akut gefährdet. Sie ist durch ihre Unscheinbarkeit und die grasartigen Blättern auch schnell übersehen.
Bevorzugt als Standort sind vor allem Berggipfel und Grate, sowie windexponierte Stellen, wo der Schnee im Frühjahr relativ schnell verschwindet.

Ihre Wuchshöhe beträgt ca. 5 - 10 cm, wobei die rosettig angeordneten Blätter den Blütenstand oft überragen.
Dieser ist zylindrisch und dichtblütig, die Tragblätter sind länger als der Fruchtknoten.
Die Blüten sind sehr klein und spornlos mit einer variierenden Grundfarbe von hell- bis bräunlichgrün.
Die Perigonblätter sind helmförmig zusammengeneigt, die Lippe zungenförmig und gelblich-grün.
Die Blütezeit ist von Mitte Juli bis Mitte August.

12.07.03 Allgäuer Alpen
Hybriden:
keine bekannt.
12.07.03 Allgäuer Alpen
28.06.03 Bayerische Alpen bei Garmisch-Partenkirchen
28.06.03 Bayerische Alpen bei Garmisch-Partenkirchen - ein Größenvergleich -
28.06.03 Bayerische Alpen bei Garmisch-Partenkirchen - ein typischer Standort für die Zwergorchis.