Neotinea ustulata (L.) R.M. BATEMAN, PRIDGEON & M.W. CHASE (1997)
ssp. ustulata


Brandknabenkraut

Wuchshöhe10- 30 cm.
Der
Stängel der zierlichen Pflanze ist hell- bis gelblichgrün. Die Laubblätter sind ungefleckt, hellgrün bis bläulichgrün, eiförmig lanzettlich geformt, am Grund rosettig angeordnet, im oberen Bereich eher scheidenförmig, stängelumfassend.
Die hautartigen Tragblätter sind etwa drei Viertel so lang wie der Fruchtknoten
, dreieckig spitz zulaufend und violett gefärbt.
Der Blütenstand ist zu Beginn der Blühperiode kegelig, in Hochblüte zylindrisch geformt, dicht und reichblütig.
Die Perigonblätter der sehr kleinen Blüten sind zu einem halbkugeligen Helm zusammengeneigt und auf der Außenseite rot- bis schwarzbraun gefärbt, was im Knospenstadium am intensivsten zur Geltung kommt und mit fortschreitendendem Blühstadium blasser wird. Somit erscheinen vor allem die halb aufgeblühten Pflanzen oben "angebrannt".
Die weiße Lippe ist deutlich mit dunkelroten Punkten gezeichnet, tief dreilappig mit zweigeteiltem Mittellappen. Die Ränder der Lippenlappen sind leicht aufwärts gebogen.
Der zylindrische, leicht abwärts gebogene stumpfe Sporn ist etwa halb so lang wie der Fruchtknoten.
Das Brandknabenkraut besiedelt trockene bis feuchte Wiesen, Magerrasen und Bergwiesen.
Ihre Höhengrenze erreicht sie bei ca.2100 m.
Einer der Verbreitungsschwerpunkte sind die Alpen.

Blütezeit ist je nach Höhenlage von Anfang Mai bis Mitte Juni.

25.05.2003 Landsberg am Lech
Hybriden: Mit Neotinea tridentata bekannt.
Mai 2000 Brenne am Lech bei Landsberg
25.05.2003 Landsberg am Lech
25.05.2003 Landsberg am Lech