- Ophrys incubacea BIANCA (1842)

Schwarze Ragwurz

Typus: Sizilien, Iblea, 1842
Bas.: Ophrys incubacea BIANCA 1842
Syn.: Ophrys atrata LINDLEY (1827) nom. ill.

Standort: Lichte Wälder, Garriguen, Brachland, Gebüschsäume und Straßenränder, vornehmlich auf Kalk, verträgt aber auch leicht saure Böden.
Meist steht sie vollsonnig bis leicht beschattet, gern in Gesellschaft anderer Orchideenarten.
In Istrien ist sie vor allem an der Westküste und im Süden nicht selten.

Blütezeit:
in Istrien (Mitte) Ende April bis Ende Mai (Anfang Juni)

Verbreitung:
in der Hauptsache im westlichen und zentralen Mittelmeerraum von Potugal bis Süditalien verbreitet.
Ostwärts über Kroatien bis Kerkira (Korfu). Nördlich reicht sie bis an die südlichen Seealpen heran.

Merkmale:
Habitus: schlanke Pflanze mit 3-8 mittelgroßen Blüten
Sepala stets grün, 10,5-15,5 mm lang, 4-7,5 mm breit; ab und an sind die seitlichen Sepalen in der unteren Hälfte rotbraun überlaufen.
Pflanzen mit rosafarbenem Perigon wurden 2003 als Variation dianensis PERAZZA & DORO beschrieben.
Petala breit lanzettlich, gelblich-grün bis rötlich-braun mit teilweise deutlich gewelltem Rand, kahl, 6,5-9 mm lang und 2,5-5 mm breit.
Lippe in der Regel schwarz-braun, manchmal aber auch mit leichten Rottönen, oval (kaffeebohnenförmig) geformt mit deutlichen, auf der Innenseite stes kahlen Höckern.
Der Lippenrand und die Außenseiten der Höcker sind lang-zottig behaart.
Lippenmal H-förmig mit seitlichen Ausläufern zu den Innenseiten der Höcker, blau-violett bis stahlblau gefärbt, in der Sonne auffallend glänzend und öfters hell umrandet.
Anhängsel wenn vorhanden, dann ist es sehr klein, einteilig-dreieckig, eingebettet in eine flache Kerbe.
Narbenkopf deutlich eingeschnürt mit 2 weisslichen Pseudoaugen; die Narbe ist mit einem oder mehreren weißen Flecken versehen.

Pollinisateur: Andrena morio

10.05.2002 Mandriol
10.05.2002 Barbariga

Hybriden:
mit etlichen mit im Biotop vorkommenden Ophrys-Arten wie z. B. Ophrys bertolonii, Ophrys eleonora (Korsika & Sardinien), Ophrys morisii (Korsika), Ophrys neglecta und Ophrys praecox (Korsika).

24.05.2005 Rovinji - Exemplar mit sehr auffälligem Mal -
21.05.2005 Pomer - das Biotop: Trockenrasen in Küstennäher mit nur sehr lockerem Buschbewuchs -
19.05.2004 Mandriol
20.05.2004 Mandriol