Ophrys grammica (B. & E. WILLING) J. DEVILLERS-TERSCHUREN & P. DEVILLERS (1991)

Grammos Ragwurz
Bas.:
Ophrys mammosa ssp. grammica
B. & E. WILLING 1985
Syn.
Ophrys aranifera f. oodicheila RENZ 1928
Ophrys sphegodes ssp. oodicheila (RENZ) A. RIECHELMANN 2004
Ophrys sphegodes ssp. grammica KREUTZ 2004

Standort:
verträgt basischen wie auch sauren Untergrund, besiedelt in erster Linie Phrygana, Grasfluren und rasige Böschungen, kommt aber auch im lichten Kiefernwald vor
Höhenverbreitung von 0-500 m

Blütezeit:
relativ früh von Mitte Februar bis Anfang April

Verbreitung:
Ihr Hauptvorkommen auf Kreta konzentriert sich auf den Westteil der Insel, seltener in Zentral- und Ostkreta.
Außerhalb Kretas kommt sie in Albanien, dem griechischen Festland, Kykladen und Zypern vor. Die in Kreta vorkommenden Populationen wurden in der Vergangenheit oft als Ophrys herae geführt. Wie sich aber aufgrund aktueller Bestäuber-Erkenntnisse herausstellte, gehören die kretischen Pflanzen zu Op. grammica, da sie von Andrena nigroaenea bestäubt werden. Offenbar gibt es auf Kreta zudem zwei Blühschübe dieser Art. Die von Samos beschrieben Ophrys herae hat Andrena thoracica als spezifischen Bestäuber. (PAULUS H. F. & P. SCHLÜTER (2006): Jahresber. naturwiss. Ver. Wuppertal 60: 100 -151)


Merkmale:
Habitus:
variiert von zierlich bis verhältnismäßig kräftig und erreicht eine Wuchshöhe von 25-50cm; Blütenstand locker mit 2-10 Blüten besetzt
Blüten mittelgroß, größer als bei Op. cretensis
, kleiner jedoch als bei Ophrys mammosa
Sepala seitliche schmal dreieckig bis eiförmig mit zurückgeschlagenen Rändern; in der Grundfarbe grünweißlich, in der unteren Hälfe meist leicht rötlich überlaufen;
das mittlere schmäler, rein grünlich gefärbt, aufgerichtet oder leicht über die Säule geneigt
Petala linealisch bis schmal- und langdreieckig mit leicht gewellten Rändern; Grundfärbung gelblichgrün, teilweise leicht rotbraun angehaucht.
Lippe ungeteilt, fein gelb gerandet
mit rundlichem bis trapezförmigen Umriss und ausgebreiteten Rändern. In der Färbung kann sie von schwarz- bis rotbraun variieren und weist oftmals auch grünliche Partien auf - vor allem an den Innenseiten der kräftigen spitzigen Höcker, welche aber nur 2-2,5 mm hoch werden und somit weit weniger ausgeprägt sind als bei Op. mammosa.
Lippenmal in seiner Grundform H-förmig, grünweisslich bis metallisch-violett gefärbt, oftmals andersfarbig umrandet. Es umrahmt non den Narbenhöhlenseiten ab das orangebraune Basalfeld und setzt sich beinah über die gesamte Lippenlänge bis kurz vor der Lippenspitze fort
Narbenhöhle braunorange mit grünlichen Flecken, welche seitlich in den Pseudoaugen enden. Der Übergang von Narbenkopf und Lippe ist deutlich eingeschnürt

22.03.2005 Rodovani Westkreta
22.03.2005 Rodovani Westkreta - Habitus -
Hybriden:
mit Op. cretensis bekannt.

22.03.2005 Rodovani Westkreta

22.03.2005 Rodovani Westkreta22.03.2005 Rodovani Westkreta
20.03.2005 - das Biotop bei Rodovani -
22.03.2005 Akoumia

22.03.2005 Rodovani - Größenvergleich -